Geboren wurde Max Planck am 23. April 1958 in eine Gelehrtenfamilie. Alle seiner Familienmitglieder waren Akademiker, sodass es klar war, dass auch Max das Gymnasium besuchen sollte.
Vorher verbrachte er aber seine Kindheit in Kiel, wo er auch geboren wurde, bis seine Familie schließlich nach München umzog. Bereits mit 16 Jahren schloss Max Planck am Maximiliansgymnasyum seine Schule ab.
Obwohl Max musikalisch sehr begabt war und mehrere Instrumente wie das Klavier, die Orgel und auch das Cello spielte, entschied er sich gegen ein Musikstudium und für das Studium der Physik.
Auch den Rat des Physikprofessors Phillipp von Jolly schlug er aus, als dieser ihm von dem Studium der Physik abriet, da hier doch bereits alles erforscht sei und es nur noch ein paar kleine unbedeutende Lücken zu füllen galt.
Mit der Begründung, dass er kein Neuland entdecken, sondern lediglich die Physik verstehen wollte, nahm er 1874 sein Studium auf.
Er begann zuerst mit einigen praktischen Experimenten (zur Diffusion von Wasserstoff durch erhitztes Platin) bei Jolly, wechselte dann aber schnell zur theoretischen Physik.
1877 entschied er sich für ein Jahr nach Berlin zu wechseln und dort bei den berühmten Physikern Hermann von Helmholtz und Gustav Kirchhoff zu studieren.
Trotz seiner berühmten Lehrer zog Max Planck es vor, sich im Selbststudium aus den Schriften von Rudolf Clausius zu bilden, sodass er die Wärmetheorie zu seinem Hauptarbeitsgebiet machte.
1878 machte Planck schließlich sein Lehramtsexamen in München und reichte anschließend im Februar 1879 seine Dissertation mit dem Titel „Über den zweiten Hauptsatz der mechanischen Wärmetheorie“ ein.
Im Juni 1880 folgte seine Habitilationsschrift „Gleichgewichtszustände isotroper Körper in verschiedenen Temperaturen“.
Da ihn die Fachwelt erst einmal ignorierte, arbeitet Max Planck zunächst als unbesoldeter Privatdozent in München und führte nebenbei seine Arbeit auf dem Gebiet der Wärmetheorie fort. Dabei nahm der von Clausius eingeführte Begriff der Entropie einen zentralen Ounkt in seiner Arbeit ein.
1887 ehelichte Planck Marie Merck, mit der er 4 Kinder (Karl, Emma, Grete und Erwin) zeugte und zunächst in Kiel in der Wilhelminenstraße wohnte.
Später sollte es ihn und seine Familie nach Berlin verschlagen, wo ihr Anwesen schließlich zu einem wichtigen Treffpunkt verschiedener Wissenschaftler wurde und wo viel musiziert und gefeiert wurde.
Max Planck beschäftigte sich weiterhin mit Arbeiten zur Entropie und ihrer Anwendung. Er entwickelte eine thermodynamische Begründung für die elektrolytische Dissoziationstheorie von Svante Arrhenius, welche von Arrhenius aber nicht annahm.
Nicht nur Arrhenius kritiserte seine Arbeit; grundsätzlich stand seine Arbeit im Wiederspruch mit der Atomhypothese.
Um 1894 begann er sich mit der Schwarzkörperstrahlung zu beschäftigen, wobei es darum ging, wie die Leistung der elektromagnetischen Strahlung, die ein ideal absorbierender Körper oder auch ein Schwarzer- oder Hohlraumkörper abstrahlt, von der Frequenz der Strahlung (z. B Farbe des Lichtes) oder der Temperatur des Körpers abhängt.
Ihm gelang es tatsächlich, das Plancksche Strahlungsgesetz, mit welchem es möglich war, übereinstimmende Mesergebnisse für hohe und auch niedrige Frequenzen zu erzielen, zu erfinden.
1897 wurde seine Monographier Das Prinzip der Erhaltung der Energie gekrönt. Von da an ging es mit Plancks Karriere bergauf. 1889 wurde er der Nachfolger Kirchhoffs in Berlin und ab 1892 war er Ordinarius. Sein Jahresgehalt stieg in dieser Zeit von etwa 2000 Markt auf um die 7000 Markt.
1894 wurde er zum Mitglied der Preußischen Akademie der Wirtschaften ernannt und 1907 bekam er das Angebot den Lehrstuhl Boltzmanns in Wien zu besetzen, er lehnte aber dankend ab. Als Dank veranstaltete die Berliner Studentenschaft einen Fackelzug ihm zu Ehren. Nicht nur dieser Fackelzug, sondern auch die Tatsache, dass sich seine Zuhörerzahlen von anfangs 18 auf später 143 vergrößert hatte, zeigte, dass er ein angesehener Vorleser war.
1909 traf Planck ein harter Schicksalsschlag, da seine Frau Marie starb. Zwar heiratete er erneut (Margarethe von Hößling) und zeugte einen weiteren Sohn, allerdings sollte er nach und nach alle seine Kinder verlieren.
Sein Sohn Karl fiel im Krieg bei Verdun und seine beiden Töchter bei der Geburt ihrer Töchter. Nur seine Enkeltöchter überlebten und trugen ebenfalls wieder die Namen Grete und Emma.
Da Planck ein konservativer Mensch war, fiel es ihm schwer, alt bekanntes in Frage zu stellen und neues als neuen Wahrheit an zuerkennen. Dies hatte ihm so manche Kritik in der Physik eingebracht, er sollte aber im zweiten Weltkrieg lernen, dass konservatives Denken nicht immer das Richtige war.
Obwohl er unbedingte Loyalität dem Staate gegenüber als unabdingbar ansah, erschrak er sehr, als viele seiner jüdischen Physikerkollegen auf Grund ihrer jüdischen Abstammung verfolgt und gedemütigt wurden.
Da er dies nicht zulassen wollte und inzwischen ein sehr angesehener Wissenschaftler mit dementsprechendem Einfluss war, gelang es ihm, es einigen jüdischen Kollegen die Mitarbeit an Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zu ermöglichen, bis er seine Präsidentschaft der KWG (Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft) aufgab, weil er von den Nazis dazu gedrängt wurde.
Aufgrund des Luftkrieges in Berlin während des zweiten Weltkrieges musste Planck das Selbe verlassen und bei dem industriellen Dr. Carl Still am 01. März 1943 Unterschlupf suchen.
Ein Vortrag in Kassel 1943 brachte ihn dazu vom 22. auf den 23. Oktober bei Verwandten zu übernachten, wo er miterleben musste, wie seine Verwandten bei einem Bombenangriff ums Leben kamen.
Auch sein Haus in Berlin blieb 1944 nicht von einem Bombenangriff verschont und wurde völlig zerstört.
Planck überlebte all seine Kinder, denn am 23. Juli 1944 verhaftet man seinen Sohn Erwin Planck, der an einem Aufstand teilgenommen hatte, und verurteilte ihn drei Monate später zum Tode. Das Urteil wurde am 23. Januar 1945 voll streckt.
Nach Kriegsende wurde Planck zu einer Nichte nach Göttingen gebracht. Nachdem die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft von Ernt Telschow wieder aufgebaut worden war, wurde Planck abermals Präsident.
Seine Nachfolge wurde am 01. April 1901 von Otto Hahn angetreten.
Am 11. September 1946 wurde die Gesellschaft umbenannt in die Max-Planck-Gesellschaft und Planck wurde abermals zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Obwohl Max Planck schon länger unter gesundheitlichen Problemen litt und mehrere Schlaganfälle gehabt hatte, trat er weiterhin seine Vortragsreisen an und nahm 1946 als einziger eingeladener Deutscher an den Feierlichkeiten der Royal Society teil.
Am 04. Oktober 1947 starb er schließlich an den Folgen mehrerer Schlaganfälle und eines Sturzes.