Emil Adolf von Behring wurde am 15. März 1854 in Hansdorf, als fünftes von zwölf Kinder des Dorfschullehrers August Behring geboren.
Seine frühzeitig erkannte schulische Begabung ermöglichte ihm verschiedene Stipendien. So strebte er ein Studium der Medizin an, was ihm ohne weitergehende Unterstützung allerdings nicht finanzierbar war. Behring schlug deshalb die militärärztliche Laufbahn ein.
Am 2.Oktober 1874 trat er der Kaiser – Wilhelm – Akademie für das militärärztliche Wesen bei, welches ihm durch seine militärärztliche Dienstverpflichtung möglich war.
Behring wurde 1887 zum Stabsarzt ernannt und an das pharmakologische Institut der Universität Bonn kommandiert.
1889 wurde er zu Robert Koch an das Institut für Infektionskrankheiten in Berlin berufen, wo er 1890 in Mitwirkung erste wirksame Heilseren gegen Diphtherie und Wundstarrkrampf entwickelt. Als außerordentlicher Professor für Hygiene trat Behring zum Wintersemester 1994/95 eine Stelle an der Universität Halle an.
Behring übernahm 1895 den Lehrstuhl und die Leitung des Hygienischen Instituts der Universität Marburg, wo auch die Behring – Werke 1904 entstanden.
1895 wurde er unter Verabschiedung aus dem Sanitätsdienst zum ordentlichen Professor und Direktor des Hygienischen Institutes in Marburg ernannt.
Ein Jahr später heiratete er Else Spinola, die Tochter des Verwaltungsdirektors der Charité. Im Jahre 1901 wurde er mit dem ersten Nobelpreis für Psychologie oder Medizin für seine Verdienste in der Serumtherapie bzw. passive Impfung, besonders im Kampf gegen Diphtherie, geehrt und geadelt.
Am 31.März 1917 starb Emil Adolf von Behring in seinem Marburger Wohnhaus an einer Lungenentzündung und wurde in einem Mausoleum im Wald bei Marburg beigesetzt, welches man noch heute von außen besichtigen kann.