Der Preis der schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften in Gedenken an Alfred Nobel wurde 1969 zum ersten Mal verliehen. Es wurden seither u.a. bedeutende Leistungen bezüglich der in Studien zur effizienten Nutzung von ökonomischen und finanziellen Ressourcen verwendeten und entwickelten Methoden und Theorien ausgezeichnet.
Er unterscheidet sich von den anderen Nobelpreisen in erster Linie darin, dass er nicht von Alfred Nobel, sondern nachträglich von der Schwedischen Reichsbank anlässlich ihres 300jährigen Bestehens gestiftet wurde. Außerdem werden die Empfänger nur in einem Anhang im Verzeichnis der Nobelpreisträger aufgeführt und ihre Namen werden in den Rand der Medaillen eingraviert, nicht auf die Fläche.
Das Verfahren der Nominierung, die Bedingungen und Kriterien der Preisvergabe, das Preisgeld und der Ablauf der Verleihungszeremonie sind jedoch bei allen Nobelpreisen gleich. Die Verleihung findet am 10. Dezember jeden Jahres im Stockholmer Rathaus statt (Ausnahme: Friedesnnobelpreis-Verleihung in Oslo).
Kritisiert wurde der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften unter anderem, weil er als Prämierung bestimmter wirtschaftlicher Positionen angesehen werden kann. Auch die zahlenmäßige Dominanz von US-Amerikanern unter den Preisträgern ließ diesen speziellen Nobelpreis ins Kreuzfeuer der Kritik geraten.
2005 teilten sich Robert J. Aumann von der Hebräischen Universität in Jerusalem und Thomas C. Schelling von der University of Maryland den Ehrenpreis in Wirtschaftswissenschaften. Die Schwedische Akademie der Wissenschaften hatte sie für ihre Arbeiten zu Konflikt und Kooperation in der Spieltheorie nominiert.