Der Nobelpreis für Physik kann als wichtigste Auszeichnung für die Forschung und die damit verbundenen Entdeckungen auf dem Gebiet der Physik angesehen werden.
Im September des Jahres vor der eigentlichen Preisverleihung versendet die Schwedische Akademie Einladungen an Wissenschaftler unterschiedlicher Nationen und bittet diese, bis zum 1. Februar Vorschläge für Kandidaten zu machen. Vorschlagberechtigt sind sowohl Mitglieder der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften als auch Mitglieder des Nobelkomitees für Physik und bisherige Preisträger des Physik-Nobelpreises. Auch Professoren der Physik an den Universitäten und technischen Instituten in Schweden, Dänemark, Finnland, Island und Norwegen können Vorschläge einreichen. Ebenso wie Inhaber von vergleichbaren Lehrstühlen von mindestens sechs weiteren Universitäten und andere Wissenschaftler, die die Akademie für geeignet hält.
Die Nominierungen werden im Frühjahr und Sommer durch fünf durch das Nobelkomitee bestimmte Mitglieder gesichtet und geprüft. Anfang Oktober stimmt die Akademie über die Empfehlungen des Komitees ab und gibt ihre Entscheidung bekannt. Der Preis kann an bis zu drei Personen vergeben werden.
Die Preisverleihung findet am 10. Dezember in Stockholm statt. Die Preisträger erhalten vom schwedischen König die Nobelmedaille, ein Diplom und das Preisgeld von umgerechnet etwa 1,1 Mio. Euro. Abschließend halten sie einen Nobelvortrag, in dem sie ausführlich auf ihre ausgezeichneten Leistungen und Forschungsergebnisse eingehen.
Der erste Physik-Nobelpreisträger war 1901 Wilhelm Conrad Röntgen. 47mal
wurde der Preis an nur einen Wissenschaftler verliehen (zuletzt Georges
Charpak 1992), 26mal teilten sich zwei und 25 mal 3 Personen den Preis.
Nur zweimal ging der Preis bislang an eine Frau (Marie Curie und Maria
Goeppert-Mayer), viele nominierte Frauen wurden (teilweise sogar mehrfach)
übergangen. Gerade wegen der Nichtberücksichtigung einer Wissenschaftlerin
oder eines Wissenschaftlers bei der Preisverleihung lösten viele
Entscheidungen Unverständnis oder Empörung aus.
2005 erhielt ein deutscher Wissenschaftler den Nobelpreis für Physik: Theodor Hänsch aus München teilt sich die Auszeichnung mit den US-Amerikanern Roy Glauber und John Hall. Alle drei Physiker arbeiten im Bereich der Optik und forschen über Laserlicht. Nach Ansicht der Akademie haben sie alle einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis dessen geleistet, was Licht überhaupt ist.