Der Nobelpreis für Chemie spiegelt die Entdeckungen und Errungenschaften wieder, die Resultat der bedeutsamen und seit über 100 Jahren fortdauernden Forschung um die Prozesse des Lebens sind. Beginnend mit dem 1901 vergebenen Preis an Jacobus H. van´t Hoff haben die ausgezeichneten kollektiven Leistungen nicht nur unser Verständnis für chemische Prozesse und deren molekulare Basis verbessert, sondern liegen auch den meisten technologischen Errungenschaften zugrunde, die unser heutiges Leben erleichtern und verbessern.
Der Nobelpreis für Chemie wird jährlich von der "Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften" an die Personen verliehen, die die wichtigste chemische Entdeckung gemacht oder den größten Fortschritt des Jahres im Bereich Chemie erzielt haben.
Nur viermal wurde der Preis an eine Frau verliehen. Die Preisträgerin von 1911, Marie Curie, hatte den Nobelpreis allerdings 1903 bereits für Physik erhalten. Und ihre Tochter, Irène Joliet-Curie, tat es ihrer Mutter gleich und erhielt die Auszeichnung für Chemie im Jahr 1935. Berühmte männliche Preisträger waren u.a.: Svante Arrhenius (1903), Ernest Rutherford (1908) und Otto Hahn (1944).
Für die Nominierungen im Bereich Chemie sind Mitglieder der Akademie der Wissenschaften und des Nobelkomitees zuständig, ebenso wie Professoren der besagten Fachrichtungen an bestimmten skandinavischen Universitäten und einzelne Lehrkräfte an weiteren Universitäten. Die Preisverleihung findet am 10. Dezember in Stockholm statt. Die Preisträger erhalten vom schwedischen König die Nobelmedaille, ein Diplom und das Preisgeld von umgerechnet etwa 1,1 Mio. Euro.
Die Auszeichnung für Chemie teilten sich 2005 der Franzose Yves Chauvin und die beiden US-Amerikaner Robert Grubbs und Richard Schrock. Sie haben wichtige chemische Katalysatoren entwickelt.