Alfred Bernard Nobel wurde am 21. Oktober 1833 in Stockholm geboren. 1937 ging er mit seinem Vater Immanuel Nobel nach Sankt Petersburg, kehrte jedoch 1859 in seine Heimatstadt zurück. Dort genoss er eine erstklassige Ausbildung und entdeckte seine Leidenschaft für Physik, Chemie und Literatur. Um seinen Horizont zu erweitern und seine Persönlichkeit zu stärken schickte ihn sein Vater für zwei Jahre auf Reisen. Alfred Nobel besuchte in dieser Zeit Deutschland Frankreich und die Vereinigten Staaten und lernte viele bedeutende Persönlichkeiten kennen.
An der Erfindung von Ascanio Sobrero, dem .Nitroglycerin., zeigte er sich besonders interessiert und widmete sich in den nächsten Jahren der Weiterentwicklung dieses Sprengstoffs. Bei seinen zahlreichen Experimenten kam es zu mehreren Explosionen, die sogar Todesopfer forderten. Erst 1867 gelang Nobel die Herstellung von Dynamit, das sich als weitaus ungefährlicher erwies.
In den folgenden Jahren wuchs die Nachfrage nach Nobels Nitroglycerin-Produkten und Dynamit stetig, so dass der Wissenschaftler schon bald ein vermögender Mann war und über mehr als 90 Dynamit-Fabriken in der ganzen Welt verfügte. Bis 1873 entstanden 15 Nobel'sche Unternehmungen in 13 europäischen Ländern und den USA.
Nobel forschte jedoch weiter und ließ sich 1887 das fast rauchfreie Ballistit patentieren. Nachdem die französische Regierung den Kauf des Sprengstoffs abgelehnt hatte bot Nobel es den Italienern an, die sich nicht lange bitten ließen. Daraufhin wurde der Chemiker der Spionage bezichtigt und zog 1891 nach San Remo, Italien.
Bis zum Ende seines Lebens hatte Alfred Nobel 355 Patente angemeldet und war einer der wohlhabendsten Menschen seiner Zeit. Er blieb kinderlos, und so verfügte er in seinem Testament, dass mit seinem Vermögen die Nobel-Stiftung gegründet und alljährlich die Nobelpreisverleihung stattfinden sollte. Die von Nobel gewählten Kategorien entsprachen seinen Interessengebieten, nämlich Chemie, Physik, Medizin und Literatur. Man vermutet, dass der Wissenschaftler mit der geplanten Verleihung des Friedensnobelpreises seiner Haltung zum Krieg Ausdruck verleihen wollte, über die jedoch bis heute diskutiert wird. Schließlich zeigte gerade die Rüstungsindustrie großes Interesse an den Sprengstoffen Nobels, und ihr verdankte er einen Großteil seines Vermögens.